Frauentreff spezial 2018

etwas 60 Frauen und auch der eine oder andere frauenfreundliche Mann folgten der Einladung zum diesjährigen «Frauentreff spezial» mit Frau Katharina Bänziger.

Wer zum Thema «erneuertes Denken – ermutigtes Leben» mit Erwartungen gekommen war, wurde an diesem Morgen nicht enttäuscht.

Frau Bänziger erzählte, wie sie 10 Jahre im Thurgau zusammen mit ihrem Mann verbracht hat. Sie kamen als junges Paar in das Pfarrhaus mit einem grossen Gemüsegarten. Auf humorvolle Weise schilderte sie ihren Anfang  als Gärtnerin und wie sie dann die Lösung fanden, indem sie nicht nur das Unkraut ausrissen, sondern den Grossteil mit Rasen besäten.

Dies war der Einstig, um auf das Thema zu kommen. Die Gedanken sind wie Unkraut, wenn wir sie nicht bearbeiten, wuchern Disteln, dh. Sorgen, Aengste, Misstrauen usw. Dieses Unkraut gilt es, nun auszurotten, und wie geschieht dies?
Zuerst muss ich das Unkraut in meinen Gedanken als solches erkennen. Dann gilt es , dieses auszugraben und durch gute  Saat zu ersetzen, dh neu denken lernen.

Anhand eines praktischen Beispiels, wo jede kurz an ein negatives und anschliessend an ein positives Erlebnis dachte, entdeckten wir, dass nur schon der Gedanke daran uns entweder verkrampfte, den Herzschlag beschleunigte oder eben auf der andern Seite Entspannung und sogar ein Lächeln bewirkte.

Es ist manchmal nicht einfach, schädliche Gedanken als solche zu erkennen. Es sind jene, die uns die Lebensfreude entziehen. z.B. wenn wir uns entmutigt, sinnlos, überfordert, ungeliebt und überflüssig fühlen. Es sind auch Gedanken wie «hätte ich nur... wäre ich nur....»
Dass die Gedanken Auswirkungen auf unsere Gefühle, auf unseren Verstand, auf unseren Körper und auf unsere Gesundheit haben, hat inzwischen auch die Gehirnforschung herausgefunden. Und, sie sind sogar mess- und sichtbar.
Die negativen Folgen können Bluthochruck, Herzprobleme, Schlafstörungen, Magenprobleme usw.
bewirken. Die guten Gedanken hingegen stärken die Immunabwehr.
Ca. 80 % aller Krankheiten haben ihren Ursprung in den Gedanken der Menschen ist das Ergebnis der Forschung.

Somit stellt sich die lohnende Frage, wie werde ich dieses Unkraut los? Die gute Nachricht ist, wir sind nicht Sklaven unserer Gedanken! Wir können lernen, neu zu denken. Anhand eines Beispiels aus ihrem Leben als Mutter stellt uns die Referentin vor die Wahl, wir können uns von den Aengsten, was passieren könnte beherrschen lassen, oder wir machen uns bewusst, wie oft Gott uns beschützt hat und sagen danke für die Kinder und für alles Gute, das wir geniessen dürfen. Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel für erneuertes Denken. Je öfter wir einen Gedanken denken, umso mehr prägt er sich in unserem Gehirn aus. Es ist wie ein Trampelpfad, je öfter wir ihn gehen, umso breiter wird er. Glücklicherweise können wir diese Denkpfade innert 4 Tagen erneuern und innerhalb von drei Wochen bilden sich neue Pfade.

Es gibt, gemäss Forschun, nur zwei Arten von Emotionen, nämlich Liebe oder Furcht. Und von diesen beiden Grundgefühlen kann man alle andern ableiten.
Liebe bewirkt z.B. Freude, Vertrauen, Friede, Geborgenheit, Zufriedenheit, Geduld, Freundlichkeit usw.
Folgen der Furcht sind:  Bitterkeit, Aerger, Hass, Zorn, Angst, Schuld, Scham, Verzweiflung, Minderwertigkeit..
Die Referentin hat dies durch ihre Besuche in den Altersheimen bestätigt bekommen. Es gibt Senioren, die sind zufrieden und dankbar und im gleichen Heim gibt es Bewohner, die mit jedem und allem unzufrieden sind und immer etwas zu klagen haben – Dankbarkeit oder Bitterkeit!

Wir müssen lernen, unser Herz zu behüten. In den Sprüchen Salomos ist schon zu lesen:
«Mehr als auf alles andere, achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben.»
Unser Herz ist nicht nur ein Muskel. Ganz aktuell hat man heute herausgefunden, dass unser Herz nur zu 35% aus Muskelzellen, aber zu 65% aus Nervenzellen besteht und sogar über 40'000 echte Gehirnzellen mit einem Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis besitzt. Es ist also eine zentrale Schaltstelle und verfügt über eigene Intelligenz. Es ist wichtig, dass wir lernen, auf unser Herz zu hören.

Wie können wir denn unser Herz behüten. Es geht nur mit Hilfe von Gott. Anhand eines Beispiels wird es deutlich: ich kann am Morgen entscheiden: der heutige Tag bringt sowieso nichts Gutes oder ich danke dir, Gott, dass du mir hilfst, diesen Tag zu meistern.

Es gibt tausend Gründe, wofür wir uns Sorgen machen könnten; die Finanzen, die Kinder, die Weltlage und viele andere Gefahren; aber es gibt zehntausend Gründe, wofür wir dankbar sein können.
Katharina Bänziger zeigt uns einen Weg, wie wir das Unkraut nach dem Ausreisen entsorgen können.
Der Abfalleimer unserer negativen Gedanken heisst Jesus. Bald feiern wir Karfreitag und Ostern. Jesus hat die Verbindung zwischen Gott und Menschen wiederhergestellt. Und er ist auch für unsere Schwachheiten und Krankheiten gestorben, dh auch für unsere Nöte, Sorgen und Aengste.

Einsamkeit ist heute das Hauptproblem unserer Gesellschaft. Es betreffe vor allem die über 85jährigen und die 30-40jährigen. Karl Lauterbach, ein deutscher Mediziner und Gesundheits-wissenschaftler sagt, dass Einsamkeit in der Lebensphase über 60 die Sterblichkeit  so sehr erhöht, wie starkes Rauchen.
Als Jesus ausrief «mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen» hat er die totale Einsamkeit und Verlassenheit ertragen. Wir Menschen müssen nie mehr von Gott verlassen sein, weil Jesus auch diese am Kreuz auf sich genommen hat.
Er ruft uns auf in Beziehung mit Gott und mit Mitmenschen zu treten. Der Ausweg ist auch hier, Jesus die Einsamkeit zu bekennen und gleichzeitig ihm zu danken, dass er uns Menschen zeigt, mit denen wir Beziehung pflegen können. Die Referentin mach Mut zu konkreten Schritten.
Sorgen sind ein ähnliches Thema. Wenn wir an die beiden Grund-Emotionen Liebe und Furcht denken, so habe ich die Wahl, entweder: «ich muss für mich selber sorgen und irgendwie einen Weg finden» oder  ich nehme Jesus ernst, wenn in der Bibel steht «alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch».
Beim neuen Denken geht es also nicht nur darum, ist das Glas halbvoll oder halb leer. Nein es ist ein Denken voller Vertrauen, dass Gott gut ist und er meint es gut und macht es gut. Er hat gute Gedanken über uns und will und Zukunft und Hoffnung geben.